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Wetter in Deutschland: Die Kaltfront ist da – Im Norden führen Blitzeinschläge zu Bränden

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Von: Christina Denk

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Deutschland erlebte am Donnerstag den zweitheißesten Tag des Jahres. Eine Kaltfront lässt die Temperaturen durch Gewitter, Hagel, Sturmböen und Starkregen nun sinken.

Update vom 4. August, 21.39 Uhr: Nach der Hitze wird es in der Nacht ungemütlich in weiten Teilen Deutschlands: Hamburg und der Süden Schleswig-Holsteins wurden bereits von starken Sommergewittern heimgesucht. Der Polizei zufolge kam es zu Sturmschäden, umgestürzten Bäumen und abgedeckten Dächern. Auch der Bahnverkehr wurde beeinträchtigt. Des Weiteren verursachten Blitze gleich mehrere Brände.

Während in Hamburg-Heimfeld am frühen Abend ein Blitz in den Dachfirst eines Mehrfamilienhauses einschlug, kam es in Ellerbek im Kreis Pinneberg wegen eines solchen zu einem Kellerbrand. Ein Restaurant in einem angrenzenden Gebäude sei vorsichtshalber evakuiert worden, teilte eine Polizeisprecherin mit. In beiden Fällen sei jedoch niemand zu Schaden gekommen. Auch im Bereich Ostholstein, Lauenburg und Stormarn wurden zahlreiche Einsätze gefahren, so ein Sprecher der Leitstelle Süd in Lübeck.

Hitze in Deutschland: Temperaturen bewirken zweitheißesten Tag des Jahres

Update vom 4. August, 19.45 Uhr: Wie der DWD mitteilt, war der Donnerstag mit 39,6 Grad Celsius in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) der bislang zweitheißeste Tag des Jahres für Deutschland. Der Wert wird in den kommenden Tagen noch einmal verifiziert. Den bisherigen Höchstwert im Jahr 2022 hält damit weiterhin der 20. Juli, als in Hamburg-Neuwiedenthal 40,1 Grad Celsius gemessen wurden.

Wetter in Deutschland: Kaltfront kommt – Nachts vielerorts starke Gewitter erwartet

Update vom 4. August, 16.35 Uhr: Die angekündigte Kaltfront schiebt sich in den kommenden Stunden von Nordwesten nach Deutschland. Die momentane Hitze wird laut DWD bereits am Nachmittag mit zunächst vereinzelten, starken Gewittern enden. Sturmböen von bis zu 85 km/h, sowie örtlich Unwetter mit Starkregen von bis zu 30 l/qm werden erwartet. Auch Hagel ist möglich, die Körner können einen Umfang von zwei Zentimetern aufweisen. In der Nacht gewittert es teils heftig, starke Niederschläge werden insbesondere in der Eifel erwartet. Es besteht lokale Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen.

Wetter in Deutschland: DWD warnt am Freitag vor starken Gewittern – extreme Hitze vorerst vorbei

Update vom 4. August, 15.40 Uhr: Die zweite Tageshälfte des Donnerstags lässt die Thermometer nicht sinken. Wie der DWD nun mitteilt, bringt das Wochenende deutliche Abkühlung – mit dem Freitag endet das große Schwitzen in einigen Teilen Deutschlands.

Eine heranziehende Kaltfront beschert dem Nordwesten einen Temperaturrückgang auf 20 bis 25 Grad Celsius, vor allem von Baden-Württemberg und Bayern bis nach Sachsen und in die Lausitz wird es aber noch einmal schwül-heiß mit 30 bis 35 Grad Celsius.

Zwei junge Mädchen laufen durch die Stadt und wedeln sich wegen der Hitze mit einem Fächer Luft zu.
30 Grad Celsius und mehr: Der Donnerstag, 04. August 2022, wird noch einmal richtig heiß. © Antonio Guillem Panthermedia 26941081/imago

Der Deutsche Wetterdienst warnt am Freitag zudem vor heftigen Gewitter und Unwettern. Vor allem in der Südosthälfte Deutschlands werden laut DWD im Tagesverlauf „starke Gewitter mit Unwetterpotential durch Starkregen, größeren Hagel und teils schwere Sturmböen“ erwartet.

Das Wochenende ist dann aber deutschlandweit bei einem freundlichen Mix aus Sonne und Quellwolken und angenehmen Temperaturen von 20 bis 28 Grad Celsius weitaus genießbarer. Schauer und Gewitter gibt es nur noch an den Alpen und an der Nordsee. In der folgenden Woche kommt die Hitze zurück, allerdings klettern die Temperaturen auf dem Thermometer nicht mehr ganz so hoch wie momentan.

Erstmeldung: Wetter in Deutschland: Wo die Hitze heute am Stärksten zuschlägt

Die Hitze der letzten Tage in Deutschland setzt sich fort. Auch für Berlin werden Werte bis 36 Grad erwartet.
Am Donnerstag, 04. August 2022, wird es noch einmal richtig heiß. Wo die Hitze am Stärksten zuschlägt, lesen sie hier. © Christophe Gateau/dpa

Berlin - 36 und 37 Grad: Die letzten Tage lieferten einen Hitze-Peak nach dem anderen. Und der Donnerstag (4. August) scheint beim Wetter in Deutschland noch einmal eine Schippe draufzulegen. Die Prognosen versprechen Rekordwerte bis 40 Grad. Schlagen wir am Ende den Rekordsommer 2003? Ein Überblick, wo die Hitze am Donnerstag am stärksten zuschlägt.

Hitze in Deutschland: Werte bis 40 Grad Celsius — den Oberrhein trifft es am stärksten

Bei diesen Temperaturen lässt es sich wohl nur im Schatten, drinnen oder mit Ventilator aushalten. Der Donnerstag verspricht Rekordwerte zwischen 38 und 40 Grad Celsius, so Meteorologe Dominik Jung bei wetter.net. Am stärksten betroffen ist der Oberrhein. Hier dürften die Temperaturen die 40 Grad-Marke knacken. „Im Oberrheingraben teils extreme Wärmebelastung“, warnt auch der Deutsche Wetterdienst (DWD). Den Süden erwischt es mit Höchstwerten um die 37. Im Norden sind 31 bis 36 Grad zu erwarten.

Wird 2022 also ein Rekordsommer? Aktuell heißt es noch Platz vier. Die Höchstmarke hält das Jahr 2003. Doch wie lange noch? Das US-Wettermodell NOAA rechnet bis Mitte des Monats mit Höchstwerten über 35 Grad. Demnach wäre ein Rekordsommer durchaus denkbar, denn auch die nächsten Wochen versprechen wenig Entspannung beim Thema Hitze, zeigt auch Jung bei wetter.net.

Die Temperaturprognose für Deutschland am 4. August
Die Temperaturprognose für Deutschland am 4. August. © US-Wettermodell NOAA/wetter.net

Hitze und Trockenheit in Deutschland: Das Wochenende bringt erneut Ü30-Werte beim Wetter

Nach den Hitzetagen kann sich der Westen ab Donnerstagnachmittag über etwas Regen freuen. Im Nordwesten ziehen einzelne starke Gewitter heran. Lokal sind dabei auch „Unwetter mit Starkregen bis 30 l/qm in kurzer Zeit und größerer Hagel um 2 cm“ möglich, so der DWD. Auch am Alpenrand gibt es einzelne Schauer. In der Nacht ziehen die Gewitter allmählich weiter ostwärts. Vor allem die besonders trockenen Gebiete im Osten der Bundesrepublik bekommen aber auch hier kaum etwas ab.

Nach einer kurzen Abkühlung am Freitag, die vor allem den Norden betrifft, verspricht das Wochenende wieder heiß und trocken zu werden. „Die Flusspegel sinken immer weiter, schon jetzt müssen die Schiffe auf dem Rhein mit weniger Ladung fahren, das könnte sich bald nochmal zuspitzen“ so Wetterexperte Jung. Der Trend setzt sich fort.

Besonders Senioren müssen bei den aktuellen Temperaturen auf ihre Werte achten. Aber auch Sport ist nicht zu unterschätzen. Ein paar Regeln sollten daher beim Sport in der Hitze beachtet werden — dem Kreislauf zuliebe. (chd)

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