Sabotage an zweitem Schiff der geplanten Gaza-Hilfsflotte

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Ein Schiff der geplanten Gaza-Hilfsflotte bei Athen.

Jerusalem - Ein zweites Schiff der geplanten Gaza-Hilfsflotte ist offenbar Opfer eines Sabotageakts geworden.

Ein Aktivist berichtete im israelischen Militärrundfunk, der Motor eines im Hafen liegenden irischen Schiffes sei beschädigt worden. Am Dienstag hatten Aktivisten erklärt, die Antriebswelle der Schiffsschraube eines schwedischen Schiffes sei im griechischen Hafen Piräus durchtrennt worden. Sie vermuteten, dass Israel hinter dem Sabotageakt stecke. Israel hat sich zu den Vorwürfen nicht geäußert.

Armut und Gewalt: Das ist der Gazastreifen

Das Leben der rund 1,5 Millionen Palästinenser im Gazastreifen ist seit Jahren von Gewalt und sozialer Not bestimmt. Hier erfahren Sie alles über den Gazastreifen: © dpa
Der dicht bevölkerte Küstenstreifen am Mittelmeer grenzt im Norden und Osten an Israel (Foto), im Süden an Ägypten. © dpa
Mit rund 360 Quadratkilometern ist das Gebiet kleiner als das Bundesland Bremen. © dpa
Seit 2007 kontrolliert die radikal- islamische Hamas das Gebiet. © dpa
Wirtschafts- und Verwaltungszentrum ist die Küstenstadt Gaza mit mehr als 400 000 Einwohnern. © dpa
Die meisten Palästinenser im Gazastreifen sind arm. © dpa
Offiziell ist etwa ein Drittel der Bevölkerung arbeitslos. © dpa
Hoffnungslosigkeit herrscht besonders unter Jugendlichen. © dpa
Fast die Hälfte der Einwohner ist jünger als 15 Jahre. © dpa
Im Jahr 1967 besetzte Israel das bis dahin von Ägypten verwaltete Gebiet und begann mit dem Bau jüdischer Siedlungen. © dpa
Im September 2005 zog Jerusalem seine Soldaten ab und räumte die Häuser der Siedler. © dpa
Seitdem kontrolliert Israel die Außengrenzen. © dpa
Im Dezember 2008 startete Israel die dreiwöchige Militäroffensive “Gegossenes Blei“. © dpa
Dabei wurden etwa 1400 Palästinenser getötet. © dpa
Vorausgegangen war ein massiver Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen. Das Foto zeigt einen Angriff auf die Stadt Sderot. © dpa
Israel erklärte den Gazastreifen zum “feindlichen Gebiet“ und sperrte alle Zufahrten zu Lande und zu Wasser, was das Wirtschaftsleben weitgehend zusammenbrechen ließ. © dpa
Bundesregierung, EU und UN fordern aus humanitären Gründen ein Ende der Blockade. © dpa

Etwa zehn Schiffe sollen diese Woche von Griechenland aus in See stechen, um die israelische Seeblockade des Palästinensergebietes zu durchbrechen. Es ist unklar, ob es angesichts der Vorfälle zu Verzögerungen kommt. Im vergangenen Jahr wurden neun Aktivisten getötet, als israelische Soldaten Schiffe einer Gaza-Hilfsflotte enterten.

dapd

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