Einbruch der Stromversorgung?

Partielle Sonnenfinsternis am Donnerstag, 10.6.: Wann und wo sie in Deutschland zu sehen ist

Am Donnerstag (10. Juni) kommt es zu einer partiellen Sonnenfinsternis in Deutschland. Wir erklären, wann und wie Sie das Naturphänomen beobachten können.

München - Ein seltenes Phänomen kann am Donnerstagmittag beobachtet werden: eine partielle Sonnenfinsternis. Bei einer partiellen Sonnenfinsternis verdeckt der Mond die Sonne, im Gegensatz zu einer totalen Sonnenfinsternis, nur zu Teilen. Am 10. Juni verdeckt er maximal 21 Prozent der Sonne. In Deutschland kann zwischen 11.30 und 13.40 Uhr das Naturphänomen beobachtet werden. Allerdings wird in Deutschland nur ein kleiner Teil der Sonne schwarz. Je weiter im Norden man sich befindet, desto größer ist die partielle Sonnenfinsternis. So werden in München sechs Prozent verdeckt, in Nürnberg neun, in Hamburg 17 Prozent und auf Sylt etwa 21 Prozent. Die Stiftung Planetarium Berlin zeigt die partielle Sonnenfinsternis live auf YouTube.

Partielle Sonnenfinsternis in Deutschland: Schutz der Augen nicht vergessen

Wenn Sie die partielle Sonnenfinsternis beobachten wollen, sollten die Augen gut geschützt werden. Um direkt in die Sonne schauen zu können, ohne die Augen zu schädigen, sollte eine Brille mit extrem starkem Schutzfilter aufsetzen. „Eine normale Sonnenbrille reicht dafür nicht“, erklärt Ludger Wollring vom Berufsverband der Augenärzte. Im Handel zu kaufen gibt es Sonnenfinsternis-Brillen mit speziellen Filterfolien.

Wann kommt die nächste totale Sonnenfinsternis?

Die letzte partielle Sonnenfinsternis über Deutschland konnte am 20. März 2015 beobachtet werden. Schon nächstes Jahr wird es zur nächsten partiellen Sonnenfinsternis kommen, und zwar am 25. Oktober 2022. Allerdings wird der Mond auch dann nur etwa 23 Prozent der Sonne bedecken.

Die letzte totale Finsternis in Deutschland liegt schon einige Zeit zurück. Am 11. August 1999 verdeckte der Mond die Sonne komplett. Die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland lässt weiterhin auf sich warten und wird in unseren Breitengraden erst im September 2081 auftreten.

Partielle Sonnenfinsternis: Deutschlands Stromnetzbetreiber sind vorbereitet

Für die Solarenergie könnte die Sonnenfinsternis eine geringere Stromerzeugung bedeuten. Daher haben sich die Stromnetzbetreiber sich darauf vorbereitet, kurzfristig Strom aus anderen Quellen ins Netz einzuspeisen, so die dpa. Man habe vorsorglich zusätzliche Erzeugungskapazitäten unter Vertrag genommen.

Da die Sonne deutlich weniger vom Mond bedeckt wird als im Jahr 2015, ist damit zu rechnen, dass die Erzeugung weniger stark zurückgehen könnte als 2015, hieß es vom Dortmunder Übertragungsnetztbetreiber Amprion. Auch wenn die Stromerzeugung mit Solaranlagen seit 2015 stark angestiegen ist, müsse weniger fehlende Erzeugung ausgeglichen werden. Schließlich wird nur ein kleiner Teil der Sonne dunkel. Die Netzbetreiber gehen davon aus, dass etwa ein Gigawatt zusätzliche Leistung benötigt wird.

Im Norden der Welt ist keine partielle Sonnenfinsternis zu sehen, sondern sogar eine ringförmige Sonnenfinsternis*. (dpa/jsch) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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