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Nach Sturm „Ylenia“ kommt „Zeynep“: Warnung vor „Gefahr für Leib und Seele“ in Bayern

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Von: Tanja Kipke

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Ein neues Sturmtief trifft Bayern am Freitag. Überschwemmungen, umstürzende Bäume und Zugausfälle: Zahlreiche Behörden warnen vor Gefahren.

München - Am Donnerstag (17. Februar) brach das Sturmtief „Ylenia“ in Wellen über den Freistaat hinweg. Die Folge: Schulen fielen aus, Bäume stürzen um, der Bahnverkehr war eingeschränkt und zahlreiche Zoos und Tiergärten blieben geschlossen. Am heutigen Freitag (18. Februar) zieht das nächste Sturmtief auf Bayern zu. „Zeynep“ bringt vor allem zum Abend „orkanartige Böen“ mit sich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt - teilweise mit Alarmstufe rot. Auch andere Stellen geben Warnungen heraus.

Sturmtief „Zeynep“ zieht auf Bayern zu: DWD-Warnungen im ganzen Freistaat

Die Wetter*-Warnkarte des DWD leuchtet in orangen, gelben und roten Tönen. In Bayerns Regionen warnt der DWD mit unterschiedlichen Warnstufen. Am Alpenrand sowie ab Ingolstadt und Regensburg in Nordbayern mit Stufe 2, vor „schweren Sturmböen“. Die Warnung gilt von Freitag, 18 bis 23 Uhr. In Schwaben, Oberbayern und Teilen Niederbayerns kommt der Sturm nicht ganz so stark an. Dort gilt lediglich eine Warnung vor „Windböen“, von 18 Uhr bis Freitag 5 Uhr.

Im Norden Bayern herrscht Unwettergefahr.
Im Norden Bayern herrscht Unwettergefahr. © Screenshot DWD

Am schlimmsten wird „Zeynep“ den Norden Bayerns treffen. Für die nördlichen Teile von Unter- und Oberfranken hat der DWD eine Vorabinformation Unwetter vor „Orkanböen“ herausgegeben. „Am Nachmittag und Abend nimmt der Wind weiter zu und erreicht kurzzeitig beim Durchgang einer Kaltfront Böen zwischen 90 und 110 km/h, stellenweise sind auch Orkanböen um 120 km/h aus westlichen Richtungen nicht ausgeschlossen“, teilt der DWD mit. Für zwei Landkreise gilt bereits am Nachmittag Unwetterwarnung: Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld. Diese gilt von Freitag, 15 Uhr bis 0 Uhr.

Im Bahnverkehr sei ebenfalls erneut mit Störungen zu rechnen. Die Bahn bittet ihre Fahrgäste, sich vor Reiseantritt über ihre Verbindung auf bahn.de oder im DB Navigator zu informieren. Es gilt zudem eine erweiterte Kulanzregel für gebuchte Tickets vom 17. bis 20. Februar für alle, die ihre Reise wegen des Sturmtiefs verschieben möchten.

Hochwassergefahr in Franken: Überschwemmungen in bebauten Gebieten droht

In Franken gilt an zahlreichen Flüssen weiterhin Hochwassergefahr. Vor allem in den Landkreis Coburg, Lichtenfels und Kronach drohen die Flüsse überzutreten. Hier gilt eine Hochwasserwarnung „vor Überschwemmungsgefahr für bebaute Gebiete“. Die Warnungen sind noch bis Montag (21. Februar) gültig. In folgenden Landkreisen warnt der Hochwassernachrichtendienst vor Ausuferungen und Überschwemmungen:

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Bayerische Staatsforsten warnen eindringlich vor Betreten der Wälder

Das Unternehmen Bayerische Staatsforsten warnt wegen einer möglichen Gefahr für Leib und Leben während und nach den derzeitigen Winterstürmen vor dem Betreten der Wälder. Da viele Bäume an den Folgeschäden der vergangenen Dürrejahre leiden, besteht nach Angaben des Unternehmens erhöhtes Risiko, dass Äste brechen oder Bäume umstürzen. Die Gefahr endet demnach nicht, wenn der Wind nachlässt. „Angebrochene Bäume können auch Tage nach dem Sturm umfallen oder Äste herabfallen“, erklärte ein Sprecher der Staatsforsten am Freitag in Regensburg. „Wir bitten die Bevölkerung, Vorsicht walten zu lassen und zunächst von Waldspaziergängen abzusehen.“

Der vorangegangene Sturm „Ylenia“ hatte am Donnerstag auch in Bayern Bäume umstürzen lassen. Bisher seien in den Staatsforsten keine größeren Sturmwürfe aufgetreten, sagte der Staatsforsten-Sprecher. „Unsere Spezialisten werden sich Anfang kommender Woche einen Überblick in den Staatswäldern verschaffen.“ (tkip mit dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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