Messerattacke eines Ehemanns

Verdächtiger soll nach Bluttat in Linienbus vor Haftrichter

Eine Mitarbeiterin der Kripo geht auf den am Straßenrand stehenden Linienbus zu. Foto: Benjamin Liss/dpa
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Eine Mitarbeiterin der Kripo geht auf den am Straßenrand stehenden Linienbus zu. Foto: Benjamin Liss/dpa

Die Messerattacke ihres Ehemanns in einem Linienbus in Bayern überlebt eine Frau nicht. Der Mann muss nun vor einen Haftrichter.

Obergünzburg (dpa) - Nach der Bluttat in einem Linienbus in Bayern soll der Tatverdächtige einem Haftrichter vorgeführt werden. Dieser soll heute entscheiden, ob der 37-Jährige in Untersuchungshaft muss.

Die Polizei verdächtigt den Mann, seine getrennt von ihm lebende Ehefrau am Montag in dem Linienbus im Allgäu erstochen zu haben. Während der Tat waren mehrere Kinder im Bus, die offenbar auf dem Heimweg von der Schule waren.

Nach der Attacke mit mehreren Stichen auf die 27 Jahre alte Frau ließ der Mann das Messer im Bus zurück und flüchtete. Mit einem Großaufgebot fahndeten Ermittler nach ihm und konnten ihn wenig später festnehmen. Die Frau kam kurz nach dem Angriff lebensgefährlich verletzt in eine Klinik. Die Ärzte konnten sie aber nicht mehr retten.

Der mutmaßliche Täter, ein afghanischer Staatsangehöriger, ist der Polizei schon seit November 2019 bekannt. Damals habe es einen Übergriff des Mannes auf die Ehefrau gegeben, berichteten die Ermittler. Auch das Opfer hatte die afghanische Staatsbürgerschaft. Beide lebten mittlerweile in unterschiedlichen Wohnungen.

Nach Angaben einer Sprecherin des Busunternehmens waren zur Mittagszeit etwa zehn Schulkinder und vier Erwachsene im Bus. Der tödliche Angriff habe sich im vorderen Teil des Fahrzeugs abgespielt, die Kinder waren im hinteren Bereich. Der Busfahrer und mehrere Fahrgäste alarmierten die Polizei.

Der Fahrer hatte den Bus kurz vor dem Ortseingang von Obergünzburg im Ostallgäu zum Stehen gebracht. In dem kleinen Ort leben etwa 6500 Menschen.

© dpa-infocom, dpa:200707-99-697975/2

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