Ermittler gehen von Fremdeinwirkung aus

Mord an Dreijähriger in Kita? Ex-Erzieherin in U-Haft - Bürgermeisterin entsetzt

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In der Viersener Kita verstarb ein Mädchen - offenbar unter Fremdeinwirkung.

Nach dem Tod eines dreijährigen Mädchens in einer Viersener Kita wurde eine 25-Jährige ehemalige Erzieherin festgenommen.

  • Eine ehemalige Kita-Erzieherin aus Viersen steht unter Mordverdacht.
  • Sie soll ein dreijähriges Mädchen aus der Kindertagesstätte umgebracht haben.
  • Die 25-Jährige sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Viersen - Was anfänglich wie ein tragischer Unfall mit Todesfolge aussah, scheint sich nun zu einem Tötungsdelikt mit Opfer und Täter zu entwickeln. Eine 25-jährige ehemalige Erzieherin einer Viersener Kindertagesstätte sitzt nun wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Kita-Tod in Viersen: Mordverdächtige Ex-Erzieherin in Untersuchungshaft

Im nordrhein-westfälischen Viersen kam es der Polizei zufolge am 21. April zu einem Notarzteinsatz, nachdem ein dreijähriges Mädchen einem Atemstillstand erlitten hatte. Angesichts einer medizinisch unklaren Lage wurde die Polizei am 29. April durch das Krankenhaus verständigt. Obwohl das Mädchen einem Bericht von Bild.de zufolge wiederbelebt wurde, verstarb es am 4. Mai in der Klinik. Weitere Ermittlungen sowie die durchgeführte Obduktion ließen darauf schließen, dass das Kind durch Fremdeinwirkung verstarb. Eine Gewalttat gegen das Kind wird somit in Betracht gezogen.

Am Dienstag wurde die 25-jährige Verdächtige, die zum Tatzeitpunkt in der städtischen Kita tätig war, im Zuge der Ermittlungen festgenommen. Zu dem Fall wurden seitens der Behörden keinerlei weitere Einzelheiten bekannt gegeben. Wie die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach und die beteiligten Polizeidienststellen am Freitag mitteilten, befindet sich die Ex-Erzieherin am Tag nach der Festnahme in Untersuchungshaft.

Kita-Tod in Viersen: Bürgermeisterin zeigt sich betroffen und denkt an Kita-Mitarbeiter und Eltern

Die 75.000-Einwohner-Stadt Viersen steht nach der Nachricht unter Schock. Bürgermeisterin Sabine Anemüller zeigte sich betroffen. „Das Entsetzen über den Verdacht, dass ein solches Geschehen sich in einer Kindertagesstätte ereignet haben könnte, hinterlässt uns sprachlos“, ließ die SPD-Politikerin in einer Mitteilung verlauten. 

Anemüller sprach der Mutter des verstorbenen Mädchens bereits ihr Beileid aus, ihre Gedanken seien ebenfalls „bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den anderen Eltern und Kindern der betroffenen Kita. Auch für diese Menschen bedeutet der Verdacht eine schwere Prüfung.“ Die Stadt kündigte an, Polizei und Staatsanwaltschaft im vollen Umfang zu unterstützen, so die Bürgermeisterin. Die Bestattung des Kindes fand den Angaben der Behörden zufolge bereits statt. 

ajr

Bei einem E-Bike-Unfall verstarb in München ein 41-Jähriger, der Verursacher ist noch immer auf der Flucht. In der Landeshauptstadt wurde ein Barkeeper im Porsche-Fahrer-Mordfall festgenommen, es soll wohl um Drogen gegangen sein. Eine grausame Tat ereignete sich in New York. Ein Sohn ermordete Vater während eines Zoom-Meetings - und äußerte später schwere Vorwürfe gegen sein Opfer

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