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Überwachung der Lieferketten: Audi, VW und Porsche setzen auf mehr Nachhaltigkeit

EIn Scheinwerfer eines grün lackierten Autos.
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Audi, Porsche und Volkswagen setzten auf mehr Nachhaltigkeit in ihren Lieferketten

Audi, Porsche und Volkswagen wollen nachhaltigere Lieferketten. Dabei bekommen sie besondere Hilfe.

Immer mehr Menschen in Deutschland setzen auf einen nachhaltigeren Lebensstil. Statt Obst und Gemüse in Plastikbeuteln zu packen, nutzen viele Deutsche beim Einkaufen wiederverwendbare Netze. Oftmals gibt es auch Unverpackt-Bereich in den Supermärkten. Und auch die Verkaufszahlen von Elektroautos und Hybriden steigen bei Herstellern wie Audi, Volkswagen und Porsche immer weiter an.

Wie echo24.de* berichtet, hat Audi bereits reagiert und plant künftig keine Verbrennungsmotoren mehr zu bauen* und nur noch Elektroautos zu verkaufen. Zudem planen Audi und Porsche ein eigenes Schnellladenetz nach dem Vorbild von Tesla*. Doch auch in anderen Bereichen wird die Nachhaltigkeit künftig deutlich wichtiger! So plant die Bundesregierung ein sogenanntes Lieferkettengesetz.

Bundesregierung einigt sich auf Lieferkettengesetz: Audi, Porsche und Volkswagen müssen Zulieferer kontrollieren

Dieses Gesetz soll deutsche Unternehmen - also auch Audi, Volkswagen und Porsche - dazu verpflichten, die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltvorgaben auch bei ausländischen Zulieferer zu überprüfen. Somit sollen laut dem MDR Kinder- und Zwangsarbeit unfaire Löhne oder umweltschädliche Arbeits- und Produktionsbedingungen verhindert werden.

Zudem erhalten Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften die Möglichkeit, bei Menschenrechtsverletzungen im Ausland vor deutschen Gerichten zu klagen. Bislang konnten dies nur die Geschädigten selbst, allerdings war dies in der Praxis aufgrund der Lebensumstände oftmals nicht möglich.

Audi, Porsche und Volkswagen: Besondere Lösung für Umsetzung des Lieferkettengesetzes

Bereits vor der Sommerpause soll das Gesetz laut MDR von Bundesregierung und Bundestag beschlossen werden und zum 1. Januar 2022 in Kraft treten. Allerdings gilt es erst ab 2023 und vorerst nur für Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeiter, also auch für Audi, Volkswagen und Porsche. Später sollen sich dann auch Betriebe ab 1.000 Mitarbeitern an das Lieferkettengesetz halten müssen.

Für die Unternehmen würde das Lieferkettengesetz deutlich mehr Arbeit bedeuten. Wie also setzten die Firmen das nationale Lieferkettengesetz um? Audi, Volkswagen und Porsche haben dafür eine besondere Lösung gefunden. Die drei Automobilhersteller setzen zur Überwachung ihrer Lieferketten auf künstliche Intelligenz.

Audi, Porsche und Volkswagen: Künstliche Intellignez für mehr Nachahltigkeit

Dazu arbeiten Audi, Volkswagen und Porsche dazu mit dem österreichischen Start-up Prewave zusammen. „Mit Prewave steuern wir zielgerichtet Risiken auch in den tieferen Lieferketten. Uns geht es um Transparenz. Die künstliche Intelligenz vereinfacht die komplexe Analyse von Date“, erklärt Markus Wagner, Leiter Beschaffung, Strategie und Nachhaltigkeit bei Porsche.

Audi, Porsche und Volkswagen setzten auf eine künstliche Intelligenz.

Das Unternehmen hat einen Algorithmus entwickelt, der öffentliche Medien und soziale Netzwerke überwacht und lieferantenbezogene Nachrichten aus mehr als 150 Ländern und über 50 Sprachen auswertet. „Die KI ist ein ideales Beispiel, wie Digitalisierung zu mehr Nachvollziehbarkeit in der Lieferkette beitragen kann“, betont Marco Philippi, Leiter Strategie Beschaffung bei Audi*.

Audi, Porsche und Volkswagen: Partner müssen für mehr Nachhaltigkeit sorgen

Die Software des im Oktober 2020 begonnene Projektes hat überprüft dabei mehr als 400 Lieferanten und reagiert auf über 5.000 Schlagworte. Stößt die Software dabei auf Hinweise auf mögliche Nachhaltigkeitsrisiken in den Lieferketten von Audi, Volkswagen oder Porsche, informiert sie automatisch die Marken sowie deren Einkaufsressort. Dort werden die Hinweise überprüft und sofern nötig entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Die künstliche Intelligenz vereinfacht die komplexe Analyse von Daten. Damit können wir uns direkt an die Partner wenden und Verbesserungen bei der Nachhaltigkeit einfordern“, erklärte Wagner. Hält ein Zulieferer die vereinbarten Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit nicht ein, hat Porsche die Möglichkeit, die Geschäftsbeziehung zu beenden. Ähnlich dürfte es auch bei der Konzernschwester Audi und dem Mutterkonzern Volkswagen aussehen. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN MEDIA.

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