Bankmanager: HRE-Pleite hätte Chaos ausgelöst

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Wolfgang Sprißler

Berlin - Ein Zusammenbruch der Immobilienbank HRE im Herbst 2008 hätte nach Einschätzung des damaligen Vorstandsvorsitzenden der HypoVereinsbank größere Folgen als die Lehman-Pleite gehabt.

“Auf den internationalen Märkten hätte sich ein absolutes Chaos

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Bericht: Massenklage gegen HRE

breitgemacht“, sagte Wolfgang Sprißler am Mittwoch vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Hypo Real Estate ( HRE ) in Berlin . Die HRE sei von ihrer Größe her mit dem US-Institut Lehman Brothers vergleichbar. Zudem wäre das “Epizentrum“ der HRE -Pleite in Deutschland gewesen, sagte er.

Eine HRE-Insolvenz hätte laut Sprißler unkontrollierbare Risiken für die Finanzindustrie und die Realwirtschaft bedeutet. Die Teilnehmer der HRE -Rettungsgespräche am letzten Septemberwochenende 2008 seien sich daher einig gewesen, dass es nicht zu einer HRE -Insolvenz kommen dürfe. Damals schnürten Privatbanken, Bundesbank, Finanzaufsicht und Bundesregierung nach langen Verhandlungen ein Rettungspaket für den Immobilienfinanzierer in Höhe von 35 Milliarden Euro. Es erwies sich später als nicht ausreichend.

Zur Rettung der HRE wurden inzwischen mehr als 100 Milliarden Euro eingesetzt. Sie ist heute fast vollständig in Bundeshand. Der HRE-Untersuchungsausschuss will die Vorgänge rund um die Beinahe-Pleite klären.

dpa

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