Nach schwerer Krankheit

Ehemaliger HRE-Chef Funke ist tot

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Der am 29. April 1955 in Gelsenkirchen geborene Funke war von 2003 bis 2008 Vorstandschef der HRE. Foto: Peter Kneffel

Georg Funke stand zuletzt 2017 im Fokus von Justiz und Medien. Dem Bankmanager wurde der Prozess wegen des spektakulären Zusammenbruchs der HRE-Gruppe gemacht. Nun wurde bekannt, dass der frühere Vorstandschef der Krisenbank gestorben ist.

München - Der ehemalige Chef der Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE), Georg Funke, ist tot. Das bestätigte sein Rechtsanwalt Wolfgang Kreuzer der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Funke sei bereits vor einiger Zeit nach kurzer, schwerer Krankheit im Ausland gestorben, berichtete Kreuzer. Zum genauen Todeszeitpunkt konnte der Vertraute des früheren Bankmanagers keine Angaben machen.

Der am 29. April 1955 in Gelsenkirchen geborene Funke war von 2003 bis 2008 Vorstandschef der HRE. In der weltweiten Finanzkrise 2008 hatte der Bund die international stark vernetzte Bank mit Milliardenspritzen vor der Pleite bewahrt und im Oktober 2009 zwangsverstaatlicht, um ein Fiasko für den Finanzplatz Deutschland zu verhindern. In der Öffentlichkeit wurde Funke daraufhin scharf kritisiert. Aus der HRE wurde später die Deutsche Pfandbriefbank.

Schlagzeilen um Funke gab es zuletzt im September 2017, als überraschend der Prozess gegen ihn wegen der Beinahe-Pleite der HRE eingestellt wurde. Damals sollte das Landgericht München herausfinden, ob er die Schieflage der Bank vertuscht hatte. Klären ließen sich die Vorwürfe im Rahmen der Beweisaufnahme nicht. Als Auflage verhängte die Wirtschaftsstrafkammer eine Zahlung von 18.000 Euro an gemeinnützige Vereine.

dpa

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