Insolventer Modehersteller

Gerry-Weber-Tochter Hallhuber steht vor Verkauf: Interessent schon gefunden

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Gerry Weber denkt über einen Verkauf der Tochter Hallhuber nach.

Nach dem Insolvenzantrag von Gerry Weber verhandelt der Modehersteller mit einem Investor über einen möglichen Kauf der Tochter Hallhuber.

Halle - Der insolvente Modehersteller Gerry Weber denkt über den Verkauf der Tochter Hallhuber nach. Ein Interessent für den Kauf ist offenbar auch schon gefunden. 

Mit einer so genannten Brückenfinanzierung solle der Geschäftsbetrieb von Hallhuber zunächst bis auf Weiteres sichergestellt werden, teilte Gerry Weber am Donnerstag mit. Nähere Angaben zum möglichen Investor wollte ein Unternehmenssprecher zunächst nicht machen. 

Gerry Weber: Finanzierung soll bis 2020 gesichert sein

Die Muttergesellschaft Gerry Weber International mit rund 580 Mitarbeitern hatte im vergangenen Monat beim Amtsgericht Bielefeld Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Ziel ist es, das Unternehmen zu sanieren.

Betroffen von dem Insolvenzantrag war zunächst nur die Muttergesellschaft mit den Marken Taifun und Samoon. Am Donnerstag teilte das Unternehmen mit, dass auch für die Tochter Gerry Weber Retail GmbH ein entsprechender Antrag gestellt worden sei. Für Hallhuber wurde kein Verfahren eingeleitet. Der Geschäftsbetrieb soll in vollem Umfang weitergeführt werden. Die Finanzierung des Modeanbieters sei nach derzeitigem Stand bis ins Jahr 2020 gesichert, so der Sprecher. Bereits im Oktober 2018 hatte Gerry Weber versucht sich zu sanieren und dabei auch den Chef ausgetauscht.

Gerry Weber ist nicht die einzige Mode-Kette, die derzeit schwächelt: Zuvor hatten auch schon K&L und AWG einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Außerdem soll Tom Tailor bald an einen chinesischen Konzern verkauft werden.

dpa

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