Rund 2 Milliarden Euro an Gläubiger

Nach mehr als 16 Jahren: KirchMedia-Insolvenzverfahren vor Ende

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Aktenordner der Kirch KGL Pool im November 2012.

Nach mehr als 16 Jahren steuert das Insolvenzverfahren um den Medienkonzern KirchMedia auf sein Ende zu.

München/Berlin - Nach mehr als 16 Jahren steuert das Insolvenzverfahren um den Medienkonzern KirchMedia auf sein Ende zu. Die Gläubiger hätten ihre letzte Auszahlung erhalten, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet.

Insgesamt seien in insgesamt 13 Abschlagszahlungen rund 2 Milliarden Euro an sogenannte ungesicherte Gläubiger wie Banken, Rechteinhaber und US-Filmstudios überwiesen worden. Das entspreche einer vergleichsweise hohen Rückzahlungsquote von mehr als 39,5 Prozent angesichts der ursprünglichen Forderung von rund 5 Milliarden Euro, sagte der Sprecher.

Formelle Aufhebung des Insolvenzverfahrens für die nächsten Monate geplant

Zudem erhalten gesicherte Gläubiger sowie Lizenzgeber und Lieferanten jeweils etwa 700 Millionen Euro. Möglich geworden waren die Auszahlungen unter anderem durch die langjährige Verwertung der Film-Bibliothek, Beteiligungsverkäufe, die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen gegen die Deutsche Bank sowie die Restrukturierung und den Verkauf von operativen Bereichen.

Nun werde die formelle Aufhebung des Insolvenzverfahrens vorbereitet, die in den nächsten Monaten erfolgen werde, sagte der Sprecher. Dann ist eines der spektakulärsten Insolvenzverfahren der deutschen Wirtschaftsgeschichte tatsächlich abgeschlossen. Der Medienunternehmer Leo Kirch war 2011 gestorben.

dpa

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