Neue Malware

WhatsApp: Gefährliche Betrugsmasche auf Messenger-Dienst - Wie User sich schützen

Auf WhatsApp kursiert schon seit einiger Zeit eine besonders hinterhältige Betrugsmasche. Cyber-Experten erklären jetzt, wie die Masche funktioniert und worauf Sie achten müssen.

Dublin - WhatsApp* ist einer der beliebtesten und bekanntesten Messenger-Dienste für Smartphones. Aber gerade wegen seiner großen Beliebtheit missbrauchen auch immer wieder Betrüger den Messenger für ihre Zwecke. Seit einigen Wochen verbreitet sich eine neue schädliche App über den Messenger der Facebook-Tochter. Hier erfahren Sie, um welche Schadsoftware es sich handelt und wie Sie sich davor schützen können.

WhatsApp: Neue Betrugsmasche verbreitet sich über WhatsApp

„Diese Anwendung herunterladen und Smartphone gewinnen“, so lautet eine WhatsApp*-Nachricht, die die User des Messengers von ihren Kontakten zugesendet bekommen. Dabei handelt es sich um eine alt-bekannte Masche, um Nutzer dazu bewegen, auf den Link zu klicken und die vermeintliche App herunterzuladen. Statt des versprochenen Gewinnspiels erwartet den User Malware.

Nachdem der User auf den Link geklickt hat, wird er auf einen gefälschten Google Play Store weitergeleitet. Nach dem Download der Betrüger-App verbreitet sich die schädliche Malware über den Messenger-Dienst auf das ganze Handy. Diese Betrugsmasche wird gerne von Kriminellen für Adware- und Abonnement-Betrugskampagnen. Darüber hinaus kommt es vor, dass die Smartphonenutzer ausspioniert oder ihre Daten gestohlen werden.

Experte gibt Tipps wie sich User vor der Betrugsmasche schützen können

Vor der Betrugsmasche warnt der Sicherheits-Experte und ESET Maleware-Forscher Lukas Stefanko in einem Youtube-Video. „Diese Malware verbreitet sich über das WhatsApp des Opfers und antwortet automatisch auf jede WhatsApp-Nachricht mit einem Link zu einer gefälschten und bösartigen Huawei Mobile-App“. Die Malware kann sich auf dem Smartphone verbreiten, da die User dazu gebracht werden, der App die benötigten Berechtigungen zu erteilen.

Weil der User der Malware die Berechtigungen erteilt, erhält diese auch den Zugriff auf Benachrichtigungen. „Durch die Kombination dieser beiden Funktionen kann die Malware effektiv mit einer benutzerdefinierten Nachricht auf jede empfangene WhatsApp-Benachrichtigung reagieren“, erklärt Stefanko. Unbemerkt vom WhatsApp-User operiert die Malware im Hintergrund und verschickt den schädlichen Link über möglichst viele Kontakte. „Der Wurm verbreitet sich nur dann über Nachrichten an WhatsApp-Kontakte, wenn die letzte vom Opfer empfangene Nachricht vor mehr als einer Stunde gesendet wurde“, sagt Stefanko.

Um dieser Betrugsmasche und anderen Betrügereien vorzubeugen empfiehlt Stefanko WhatsApp-Usern, die App regelmäßig zu aktualisieren. Zusätzlich empfiehlt der IT-Experte, dass über WhatsApp versendete Links von unbekannter Quelle immer skeptisch betrachtet werden sollten. Einen weiteren Schutz können spezielle Sicherheits-App bieten. Anti-Phishing-Apps wie ‚Identity Guard‘ können das Smartphone vor Malware und Angriffen schützen. (phf) Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Catherine Waibel

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